Montag, 31. August 2026

AR Penck - 90er Jahre Cararra

Arbeiten von A.R Penck je 30 x 20 cm - Acryl / Ölkreide auf Holzpappe : Sammlung umfasst eine Serie der Arbeiten. 





















Geschenk von Penck an die Mutter von Frank Breidenbruch : 




Frank Breidenbruch heute – Kunst, die in Wuppertal weiterlebt



                                                                Foto : Andreas Stock 


Wer Frank Breidenbruch nur mit seiner Zeit in Carrara und seiner Zusammenarbeit mit A.R. Penck verbindet, übersieht einen wichtigen Punkt: Der 1963 in Wuppertal geborene Künstler ist auch heute noch präsent – in seiner Heimatstadt ebenso wie auf dem internationalen Kunstmarkt.

Ein besonders schönes Beispiel dafür ist der „(M)eine Stunde für Wuppertal“-Preis.

Die Skulptur für diesen jährlich vergebenen Ehrenamtspreis wurde von Frank Breidenbruch geschaffen und von Monika von Blomberg gestiftet.

Breidenbruchs Motiv ist ebenso einfach wie stark: Zwei Menschen sitzen gemeinsam in einem Boot auf der Wupper. Einer sucht Hilfe und hält sich fest, während der andere seine Arme helfend ausbreitet.

Das Boot wird damit zum Sinnbild für das Zusammenleben in Wuppertal: Wir sitzen gemeinsam in einem Boot – und manchmal ist der eine auf die Hilfe des anderen angewiesen.

Jedes Jahr wird ein Bronzeabguss der Breidenbruch-Skulptur von einer unabhängigen Jury an Menschen und Initiativen vergeben, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für Wuppertal engagieren.

2026 ging der Ehrenamtspreis an die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen der Wuppertaler Tafel.

Damit ist ein Werk Frank Breidenbruchs bis heute unmittelbar mit dem gesellschaftlichen Leben seiner Heimatstadt verbunden.

Gleichzeitig wächst die Aufmerksamkeit auf dem Kunstmarkt

Auch auf dem Kunstmarkt ist der Name Frank Breidenbruch weiterhin präsent – insbesondere durch die in den frühen 1990er-Jahren entstandenen Gemeinschaftsarbeiten mit A.R. Penck.

Ein Blick in die aktuelle Artnet-Datenbank zeigt allein für 2026 mehrere Auktionen:

26. März 2026:
A.R. Penck / Frank Breidenbruch – Ohne Titel

12. Mai 2026:
A.R. Penck / Frank Breidenbruch – Inizio 1994

9. Juni 2026:
A.R. Penck / Frank Breidenbruch – Untitled, 1992

9. Juni 2026:
A.R. Penck / Frank Breidenbruch – Large and small table, 1992

11. Juli 2026:
A.R. Penck, Helge Leiberg und Frank Breidenbruch – Member, 1993

Artnet führt inzwischen 34 Auktionsergebnisse unter Frank Breidenbruch. Darunter befinden sich Gemälde, Skulpturen sowie Druckgrafiken und Editionen.

Auch konkrete Zuschläge lassen sich finden: Eine gemeinsam von A.R. Penck und Frank Breidenbruch geschaffene, beidseitig signierte Mischtechnik auf Holz aus dem Umfeld der Incontro-Serie wurde beispielsweise am 9. Juni 2026 bei Wettmann versteigert. Bei einem Startpreis von 2.000 Euro wurde ein Preis von 2.680 Euro inklusive Aufgeldausgewiesen.

Noch bemerkenswerter ist der Blick auf die längerfristige Marktentwicklung: MutualArt nennt für Arbeiten Breidenbruchs bisher realisierte Auktionspreise von bis zu 41.046 US-Dollar für Skulpturen und 38.187 US-Dollar für Gemälde. Als dort verzeichneten Auktionsrekord nennt die Plattform die Skulptur Stargarder 18 (Figuren und Zeichen), die 2024 bei Sotheby's Paris versteigert wurde.

Von Wuppertal nach Carrara – und bis heute zurück nach Wuppertal

Genau darin liegt vielleicht das Spannende an Frank Breidenbruchs Geschichte.

Ein junger Steinmetz und Bildhauer verlässt Wuppertal, geht 1988 nach Carrara, trifft dort A.R. Penck und beginnt eine außergewöhnliche künstlerische Zusammenarbeit.

Mehr als drei Jahrzehnte später werden diese Arbeiten weiterhin international gehandelt.

Und gleichzeitig fährt – zumindest symbolisch – Breidenbruchs kleines Boot noch immer über die Wupper.

Jahr für Jahr wird seine Skulptur Menschen überreicht, die anderen Menschen helfen.

Internationaler Kunstmarkt auf der einen Seite, Wuppertaler Ehrenamt auf der anderen – und dazwischen Frank Breidenbruch.

Vielleicht beschreibt genau das seinen Weg besser als jede klassische Künstlerbiografie.

Die Informationen zum Preis stammen direkt von (M)eine Stunde für Wuppertal und der Berichterstattung zur Preisvergabe 2026. (meinestunde.org) Die aktuellen Auktionen sind bei Artnet dokumentiert; zusätzlich bestätigt MutualArt die deutlich höheren historischen Spitzenpreise. (artnet.de)

Aktuelle Artnet-Ergebnisse Frank Breidenbruch

(M)eine Stunde für Wuppertal – Preisverleihung

                                                                        


Frank Breidenbruch ist einer jener Wuppertaler Künstler, deren Arbeiten vielen Menschen begegnet sind, ohne dass sie unbedingt wissen, wer dahintersteht.

Geboren wurde Breidenbruch am 31. Dezember 1963 in Wuppertal. Von 1982 bis 1985 absolvierte er eine Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer und arbeitete anschließend in seiner Heimatstadt. Bereits in den 1980er-Jahren stellte er im Bergischen Land aus. (Frank Breidenbruch)

Doch für seine weitere künstlerische Entwicklung wurde ein anderer Ort entscheidend:

Carrara.

Von Wuppertal in die Welt des Marmors

1988 zog Breidenbruch nach Carrara – in jene italienische Stadt, deren Marmor seit Jahrhunderten Bildhauer aus aller Welt anzieht.

Dort begegnete er A. R. Penck.

Aus dieser Begegnung entwickelte sich keine kurze Episode, sondern eine mehrjährige intensive künstlerische Zusammenarbeit. Breidenbruch arbeitete mit Penck an Skulpturen, Steinzeichen, Malerei und Grafik und wurde dessen Meisterschüler. Parallel studierte er von 1989 bis 1994 an der Accademia di Belle Arti in Carrara. (Frank Breidenbruch)

Gerade diese Verbindung ist für die Einordnung Breidenbruchs wichtig: Die Sparkasse Wuppertal dokumentiert ausdrücklich eine ganze Reihe gemeinsamer Arbeiten von Penck und Breidenbruch. (Kunstportal)

Die „Himmlischen Stürzer“ – Penck und Breidenbruch in Wuppertal

Das wohl monumentalste Zeugnis dieser Zusammenarbeit befindet sich in Wuppertal.

Die „Himmlischen Stürzer“ entstanden zwischen 1990 und 1996. Das fünfteilige Ensemble aus weißem Marmor misst ungefähr 7,8 × 4 × 8 Meter und steht am Johannisberg in Elberfeld. (Skulpturen NRW)

Es ist ein Werk, bei dem die künstlerischen Welten von Penck und Breidenbruch unmittelbar zusammentreffen: Zeichen, archaische Formen, Körperlichkeit und die monumentale Präsenz des Marmors.

Damit steht in Wuppertal nicht einfach eine Arbeit „in der Nähe von Penck“, sondern eine dokumentierte Gemeinschaftsarbeit von A. R. Penck und Frank Breidenbruch. (Kunstportal)

Breidenbruchs Spuren in Wuppertal

Die „Himmlischen Stürzer“ sind jedoch nur ein Teil seiner Präsenz in der Stadt.

1994 entstand der Steinringbrunnen in Wuppertal-Barmen. 1999 folgte die Brunnenanlage „Lucky“ im Nordpark. Nach einem gewonnenen Wettbewerb für den Wupperverband wurde 2003 eine weitere Brunnenanlage realisiert – das „Wasserportal“. (Frank Breidenbruch)

Eine besondere Geschichte besitzt außerdem das Helene-Stöcker-Denkmal.

Die Wuppertaler Bildhauerin Ulle Hees hatte das Denkmal gemeinsam mit Breidenbruch entwickelt. Nach ihrem Tod 2012 vollendete Breidenbruch das begonnene Werk. 2014 wurde es vor der Volkshochschule Wuppertal aufgestellt. Damit erinnert die Stele nicht nur an die Frauenrechtlerin Helene Stöcker, sondern zugleich an Ulle Hees. (Frank Breidenbruch)

Mehr als ein Bildhauer

Wer Breidenbruch nur als Steinbildhauer betrachtet, greift allerdings zu kurz.

Sein Werk umfasst Bildhauerei, Malerei, Zeichnung, Installation, Performance und interdisziplinäre Projekte. Reisen und Arbeitsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Indien, Sri Lanka, Mexiko, Japan und China. Seit 2002 arbeitete er dauerhaft auch in einer eigenen Atelier-Werkstatt in Carrara. (Frank Breidenbruch)

Inhaltlich beschäftigt ihn immer wieder der Mensch: seine Grenzen, seine Existenz und die Frage danach, was sich jenseits des unmittelbar Sichtbaren befindet. Genau diese Auseinandersetzung beschreibt auch die Kunsthistorikerin Dr. Jutta Höfel in ihrem Text über Breidenbruch. (Frank Breidenbruch)

Frank Breidenbruch – ein Wuppertaler Grenzgänger

Vielleicht lässt sich Breidenbruch deshalb am besten als Grenzgänger verstehen.

Zwischen Wuppertal und Carrara.

Zwischen Stein und Malerei.

Zwischen Körper und Zeichen.

Zwischen Monument und vergänglichem Augenblick.

Und zwischen einer eigenen künstlerischen Sprache und der außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit einem der bedeutenden deutschen Künstler der Nachkriegszeit, A. R. Penck.

Wer heute durch Wuppertal geht, kann Breidenbruchs Kunst deshalb nicht nur in einer Galerie entdecken.

Sie steht mitten in der Stadt.

Und vielleicht ist genau das das Interessante an Frank Breidenbruch:

Man muss seine Kunst nicht suchen – in Wuppertal ist man ihr möglicherweise längst begegnet.

Offizielle Website von Frank Breidenbruch

Freitag, 28. August 2026

Frank Breidenbruch Von Wuppertal nach Carrara – und immer wieder zurück

 

Frank Breidenbruch 

Von Wuppertal nach Carrara – und immer wieder zurück

Wer durch Wuppertal geht, kann Frank Breidenbruch begegnen, ohne ihm persönlich gegenüberzustehen.

Denn der 1963 in Wuppertal geborene Bildhauer und Künstler hat an verschiedenen Stellen der Stadt seine Spuren hinterlassen.

In Stein. In Bronze. In Brunnen. In monumentalen Skulpturen.

Und vor allem in einer künstlerischen Geschichte, die Wuppertal mit Carrara, Indien und schließlich auch mit A. R. Penck verbindet.

Die Geschichte beginnt in Wuppertal

Von 1982 bis 1985 absolvierte Frank Breidenbruch seine Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer. Anschließend arbeitete er zunächst in seiner Heimatstadt.

Bereits in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre folgten Einzel- und Gruppenausstellungen im Bergischen Land.

1988 wurde eine seiner Skulpturen in Wuppertal aufgestellt.

Doch im selben Jahr sollte sich sein künstlerischer Weg entscheidend verändern:

Breidenbruch ging nach Carrara.

In die italienische Stadt des Marmors.

Dort begegnete er A. R. Penck.

Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine über Jahre andauernde künstlerische Zusammenarbeit. Breidenbruch wurde Meisterschüler Pencks und arbeitete mit ihm an Skulpturen, Steinzeichen, Malerei und Grafik.

Und schließlich führte diese Verbindung wieder zurück nach Wuppertal.

Die Himmlischen Stürze – Breidenbruch und Penck in Wuppertal

Eines der bedeutendsten sichtbaren Zeugnisse dieser Zusammenarbeit steht bis heute am Johannisberg:

„Die Himmlischen Stürze“

Die monumentale Skulpturengruppe von Frank Breidenbruch und A. R. Penck wurde 1996 in Wuppertal aufgestellt.

Geschaffen aus weißem Marmor, erreicht die Arbeit Dimensionen von rund 7,8 × 4 × 8 Metern.

Heute gehört sie zu den markanten Kunstwerken im öffentlichen Raum Wuppertals.

Nachdem die Skulpturengruppe 2005 bei einem Unfall schwer beschädigt worden war, wurde sie neu errichtet.

Eine Arbeit verschwand nicht einfach.

Sie kam zurück.

Vielleicht ist auch das typisch für Breidenbruch.

Grenzen überschreiten.
Veränderung zulassen.
Zerstörung erleben.
Und etwas neu entstehen lassen.

Steinringbrunnen für Wuppertal

1993 gewann Breidenbruch die Ausschreibung des Nordstädter Bürgervereins Barmen für eine Brunnenskulptur.

1994 folgte die Realisierung des Steinringbrunnens für die Stadt Wuppertal.

Damit wurde seine Kunst zu einem unmittelbaren Bestandteil des öffentlichen Raumes seiner Heimatstadt.

„Lucky“ im Nordpark

1999 entstand eine weitere Arbeit in Wuppertal:

Die Brunnenanlage „Lucky“ wurde im Nordpark in Barmen errichtet.

Wieder treffen Kunst, Stein, Wasser und öffentlicher Raum aufeinander.

Kunst für den Wupperverband

2002 gewann Breidenbruch einen weiteren Wettbewerb für eine Brunnenanlage des Wupperverbandes.

Die Anlage wurde 2003 installiert.

Auch hier zeigt sich, wie stark seine Arbeit über Jahrzehnte mit Wuppertal verbunden blieb – obwohl sein künstlerischer Lebensweg ihn längst weit über Deutschland hinausgeführt hatte.

Helene Stöcker – Erinnerung in Bronze

2011 begann Frank Breidenbruch gemeinsam mit der bedeutenden Wuppertaler Bildhauerin Ulle Hees die Arbeit an einem Denkmal für die Frauenrechtlerin, Publizistin und Pazifistin Helene Stöcker.

Ulle Hees konnte das Modell noch selbst entwickeln, starb jedoch 2012.

Frank Breidenbruch vollendete das gemeinsame Werk.

2014 wurde das Helene-Stöcker-Denkmal vor der Bergischen Volkshochschule in Wuppertal aufgestellt.

So erinnert das Denkmal heute nicht nur an Helene Stöcker.

Es trägt gleichzeitig die Geschichte zweier Wuppertaler Künstler weiter.

Kunst für Wuppertal – und für Menschen

Breidenbruchs Verbindung zu seiner Heimatstadt zeigt sich aber nicht nur in monumentalen Skulpturen.

2011 beteiligte er sich am Skulpturenprojekt auf der Hardt.

2012 gestaltete er gemeinsam mit dem Wuppertaler Künstler Oliver Sachse 100 individuelle Porzellanteller für die Aktion „Über den Tellerrand hinaus“.

Die Arbeiten wurden in der Galerie ART IM TAL angeboten, ein Teil der Erlöse ging an die Wuppertaler Tafel.

2015 führte ihn das europäische Kunst- und Reiseprojekt UTOPIA – 3000 km Europa im Zug erneut nach Wuppertal. Arbeiten des Projekts wurden unter anderem in der Denk- und Schokoladenfabrik sowie im U-Club präsentiert.

Und selbst das Von der Heydt-Museum gehört zur Geschichte:

Eine von Breidenbruch geschaffene Bronzeskulptur befindet sich laut seiner Biografie im Besitz des Museums.

Frank Breidenbruch – ein Wuppertaler Künstler?

Ja.

Aber diese Bezeichnung allein wäre wahrscheinlich zu klein.

Sein Weg führte von Wuppertal nach Carrara, nach Indien, Sri Lanka, Mexiko, Japan, China und an viele weitere Orte.

Er arbeitete mit A. R. Penck.

Er studierte an der Kunstakademie in Carrara.

Er arbeitete mit Marmor, Bronze, Malerei, Film, Performance und Installation.

Und trotzdem führt ein Weg immer wieder zurück nach Wuppertal.

Vielleicht ist genau das der spannende Widerspruch dieses Künstlers:

Frank Breidenbruch ist ein Grenzgänger.

Zwischen Wuppertal und der Welt.

Zwischen Stein und Mensch.

Zwischen Monument und Augenblick.

Zwischen Licht und Schatten.

Und wer heute durch Wuppertal geht, kann einige dieser Geschichten noch immer entdecken.

Frank Breidenbruch – Grenzgänger zwischen Licht und Schatten.

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Frank Breidenbruch - Grenzgänger zwischen Licht und Schatten

 



Frank Breidenbruch – Grenzgänger zwischen Licht und Schatten

Stein. Mensch. Bewegung. Grenze.

Frank Breidenbruch ist ein Künstler, dessen Weg sich nur schwer auf einen Ort, ein Material oder eine Kunstrichtung reduzieren lässt.

1963 in Wuppertal geboren, führte ihn sein Weg als Steinmetz und Bildhauer nach Carrara, in die Welt des Marmors – und dort 1988 auch zur Begegnung mit A. R. Penck.

Aus der Begegnung entstand eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit.

Doch Breidenbruchs Weg führte weiter.

Nach Italien.
Nach Indien.
Zurück nach Wuppertal.

Immer wieder über Grenzen hinweg – geografisch, künstlerisch und gedanklich.

Seine Arbeiten beschäftigen sich mit dem Menschen, mit Bewegung und Begegnung, mit dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren.

Vielleicht ist gerade deshalb das Bild des Grenzgängers zwischen Licht und Schatten so passend.

Denn Kunst entsteht nicht immer dort, wo alles eindeutig ist.

Sie entsteht häufig genau dazwischen.

Zwischen Material und Geist.
Zwischen Schwere und Leichtigkeit.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Zwischen Licht und Schatten.

Frank Breidenbruch hat diesen Zwischenraum über Jahrzehnte immer wieder betreten.

Und vielleicht liegt genau dort die besondere Kraft seiner Kunst.

Frank Breidenbruch

Grenzgänger zwischen Licht und Schatten

Wuppertal · Carrara · Indien · und immer wieder zurück zum Menschen.

Donnerstag, 13. August 2026

Frank Breidenbruch in der Gießerei

Frank Breidenbruch in der Gießerei - er holte seine  Arbeiten dort persönlich ab. 

Einige Nullen wurden gegossen und auch eine ganz neue und besondere Arbeit : 

Bergbau - Arbeiter - aufgrund einer Zusammenarbeit mit Andreas Stock. Die Bronzen waren geplant für für ein Museum. 











Donnerstag, 5. März 2026

Frank Breidenbruch ist der Totenkulturarbeiter aus Wuppertal

Der Begriff „Totenkulturarbeiter“, den Frank Breidenbruch für sich verwendet, ist kunsthistorisch und philosophisch sehr aufgeladen. Er beschreibt damit eine besondere Rolle des Künstlers im Umgang mit Erinnerung, Zeit und Vergänglichkeit.


Top Magazin Wuppertal aus dem Jahr 1996 : 


1. Kunst als Arbeit an Erinnerung



Ein „Totenkulturarbeiter“ arbeitet an den Spuren der Vergangenheit. In vielen Kulturen – von ägyptischen Grabarchitekturen bis zu europäischen Denkmälern – dient Kunst dazu, Erinnerung zu konservieren. Der Künstler wird damit zu einer Art Vermittler zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Breidenbruch stellt sich bewusst in diese Tradition: Seine Skulpturen sind nicht nur ästhetische Objekte, sondern Träger kultureller Erinnerung.



2. Verbindung zu archaischen Bildtraditionen



Die Arbeit von Breidenbruch steht auch in einem Dialog mit archaischen Formen – Stelen, Monumenten oder kultischen Zeichen. In der Zusammenarbeit mit A. R. Penck wird dieser Bezug besonders sichtbar: Penck arbeitete mit reduzierten, zeichenhaften Figuren, die an frühe menschliche Symbolsysteme erinnern.

In diesem Kontext bedeutet „Totenkulturarbeit“ auch: Arbeit an den Urzeichen der Menschheit.



3. Der Künstler als kultureller Ritualarbeiter



Der Begriff enthält auch eine bewusste Provokation. „Arbeiter“ statt „Genie“. Breidenbruch positioniert den Künstler nicht als romantischen Schöpfer, sondern als Handwerker einer kulturellen Aufgabe.

Diese Aufgabe besteht darin, Orte, Materialien und Zeichen so zu gestalten, dass sie Zeit überdauern und Bedeutung speichern.



4. Monument und Vergänglichkeit



Gerade bei Projekten wie der Skulpturengruppe „Himmlische Stürzer“ verbindet sich Monumentalität mit einer Reflexion über Vergänglichkeit. Der „Totenkulturarbeiter“ schafft Werke, die den Tod nicht verdrängen, sondern ihn als Teil der kulturellen Ordnung sichtbar machen.




Kurz gesagt:

Mit dem Begriff „Totenkulturarbeiter“ beschreibt Frank Breidenbruch den Künstler als jemanden, der an den Gedächtnisstrukturen einer Gesellschaft arbeitet – mit Stein, Form und Symbolen gegen das Vergessen.


Sonntag, 28. September 2025

Frank Breidenbruch · Eric Frank · Neue Ufer Wuppertal e.V. · Sparkasse Wuppertal · Natursteine Schmitz · Wupperverband

  🦫 Der Biber in der Wupper


Frank Breidenbruch · Eric Frank · Neue Ufer Wuppertal e.V. · Sparkasse Wuppertal · Natursteine Schmitz · Wupperverband
































Der Biber kam im Sommer 2019 nach Wuppertal – als grob vorgearbeitete Skulptur aus Eifeler Basalt. Er wurde als weiterer Störstein im Rahmen der Wupper-Renaturierung konzipiert, beauftragt durch Neue Ufer Wuppertal e.V. und finanziert von der Sparkasse Wuppertal.


Die eigentliche künstlerische Ausarbeitung erfolgte bei Natursteine Schmitz an der Hugostraße, wo der Bildhauer Frank Breidenbruch gemeinsam mit Eric Frank die Skulptur in mehreren Tagen fertig hieb. Damit wurde die Arbeit maßgeblich auf dem Gelände von Natursteine Schmitz realisiert.


Anschließend wurde der Biber verladen und zunächst im Kundenbereich der Sparkasse am Islandufer aufgestellt. Parallel wurde der Flussabschnitt ökologisch umgestaltet, um die spätere Platzierung im Wasser vorzubereiten.


Ein Jahr später erhielt der Biber auf dem Gelände des Wupperverbandes eine massive Bodenplatte und wurde dort von Natursteine Schmitz verdübelt, um ihn hochwassersicher zu machen. Danach setzte der Wupperverband die tonnenschwere Skulptur an ihrem heutigen Standort in die Wupper am Islandufer ein.


Der Biber ist Teil der Reihe behauener Störsteine, die mit „Lucky Lachs“ begann. Er verbindet künstlerische Arbeit und handwerkliche Umsetzung mit Gewässerökologie und Stadtgestaltung – und prägt seither das Bild der Wuppermitte am Islandufer.


Fotos : Frank Sirius


AR Penck - 90er Jahre Cararra

Arbeiten von A.R Penck je 30 x 20 cm - Acryl / Ölkreide auf Holzpappe : Sammlung umfasst eine Serie der Arbeiten.  Geschenk von Penck an die...